2. BERICHT DES VERBANDSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2025
Im Jahr 2025 kam der Verbandsrat insgesamt zu vier Sitzungen zusammen. Ergänzend fanden drei Sitzungen des Präsidiums statt, in denen vertiefende Themen beraten und vorbereitet wurden.
Der Vorstand nahm auf Einladung als Berichterstatter an allen Sitzungen des Verbandsrates teil. Die Berichterstattung erfolgte sowohl mündlich als auch digital und wurde durch Präsentationen sowie vorab per E-Mail zur Verfügung gestellte Informationsunterlagen unterstützt.
Zu den satzungsgemäßen Schwerpunkten der Beratungen im Jahr 2025 gehörten insbesondere:
die Auswertung der Jahresabschlussprüfung des VSWG für das Geschäftsjahr 2024 einschließlich der damit verbundenen Beschlussfassungen sowie die Entgegennahme des Berichtes des Prüfungsausschusses,
die regelmäßige Analyse der wirtschaftlichen Lage des Verbandes im vierteljährlichen Turnus,
die Beratung und Beschlussfassung zur mittelfristigen Wirtschaftsplanung,
die Vorbereitung der notwendigen Beschlüsse für den Verbandstag des VSWG.
Neben diesen wiederkehrenden Themen befasste sich der Verbandsrat bzw. das Präsidium auch mit einer Reihe weiterer wichtiger Fragestellungen wie
die Abstimmung über das Verfahren zur Nachbesetzung der Position des Verbandsvorstandes für den Prüfungsbereich,
die Beratung und Beschlussfassung über die Anpassung der Gebührenordnung sowie die Erhöhung der Verbandsbeiträge,
die Besetzung von GdW-Organen und Gremien sowie
die Auswertung der zahlreichen Veranstaltungen des Verbandes, darunter die Konferenz der Aufsichtsräte, der Parlamentarische Abend, das Gastmitgliedertreffen, der Verbandstag, die TSWG sowie die Regionalberatungen.
Die Berichterstattung des Vorstandes erwies sich dabei weiterhin als umfassend, transparent und gut strukturiert. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Verbandsrat war auch 2025 durch eine offene und konstruktive Kommunikation geprägt. Hinweise, Fragen und kritische Anmerkungen der Mitglieder des Verbandsrates wurden aufgegriffen, in die Diskussion einbezogen und – sofern erforderlich – in die weitere Verbandsarbeit integriert.
Das Jahr 2025 war in besonderem Maße von geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen geprägt. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die weiterhin instabile Sicherheitslage in Osteuropa sowie die zunehmenden globalen Handelskonflikte zwischen großen Wirtschaftsräumen beeinflussten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland spürbar. Gleichzeitig führte die Neuordnung internationaler Lieferketten dazu, dass Deutschland verstärkt industrielle Schlüsselbranchen ansiedelt. Dazu zählt insbesondere der Ausbau der Halbleiterproduktion, die für den Freistaat Sachsen zu einer wirtschaftlichen Dynamik führen kann, welche Auswirkungen auf den regionalen Wohnungsmarkt haben wird.
Gleichzeitig blieb die Situation auf dem sächsischen Wohnungsmarkt differenziert. Durch anhaltend hohe Baukosten, weiterhin vergleichsweise hohe Zinsen, steigende Anforderungen an Energieeffizienz sowie regulatorische Vorgaben ergaben sich für die Wohnungsgenossenschaften des Verbandes Herausforderungen, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zukunftsorientiert zu investieren.
Die Rahmenbedingungen für die energetische Transformation des Gebäudebestandes sowie die Förderpolitik von Bund und Land bildeten weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt der Beratungen. Die steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeits- und Berichtspflichten, die Umsetzung der CO₂-Kostenaufteilung sowie verschärfte Vorgaben der Kreditwirtschaft im Bereich ESG führten bei den Mitgliedsunternehmen zu zusätzlichem administrativem Aufwand und wachsendem Informationsbedarf. In dieser anspruchsvollen Situation unterstützte der Verband seine Mitglieder weiterhin durch kontinuierliche Information, fachliche Beratung und Interessenvertretung. Der Verbandsrat spricht hierfür erneut seinen Dank an den Vorstand und die Mitarbeiter des Verbandes aus.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit des Präsidiums des Verbandsrates lag in der Befassung mit der Nachfolge von Herrn Prof. Hillebrand, der für eine Wiederbestellung als Vorstand für den Prüfungsbereich nicht mehr zur Verfügung steht. Im Ergebnis mehrerer Sitzungen wurde ein grundlegendes Verfahren zur Bestimmung der Nachfolge festgelegt. Dabei bestand Einigkeit im Präsidium, vorrangig eine interne Lösung zu prüfen und weiterzuverfolgen.
Im Geschäftsjahr 2026 wird der Prozess durch Gespräche mit potenziellen Kandidaten weitergeführt und befindet sich derzeit noch im laufenden Verfahren. Die Mitglieder des Verbandsrates wurden regelmäßig und zeitnah über den Stand der Nachfolgesuche informiert. Eine Beschlussfassung über die Bestellung eines neuen Vorstandsmitglieds für den Prüfungsbereich ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Vor dem Hintergrund der Sicherung der finanziellen und wirtschaftlichen Stabilität des Verbandes befasste sich der Verbandsrat wiederholt mit der Erhöhung der Verbandbeiträge und Prüfungsgebühren sowie mit der Anpassung der Beitrags- und Gebührenordnung. Unter Berücksichtigung der seit zehn Jahren unveränderten Beiträge, der langfristigen Sicherstellung einer auskömmlichen Finanzierung sowie zur Wahrung der hohen Qualität der Verbandsarbeit durch qualifiziertes und motiviertes Personal sprach sich der Verbandsrat für eine Anpassung aus.
Der Vorstand begleitete diesen Prozess durch eine umfassende und transparente Kommunikation gegenüber den Mitgliedern, die zu einer hohen Akzeptanz der Beitrags- und Gebührenanpassungen innerhalb der Mitgliedschaft führte.
Die Fachausschüsse des VSWG leisteten weiterhin einen wichtigen Beitrag zum fachlichen Austausch innerhalb der Mitgliedschaft. Die in den Sitzungen des Verbandsrates etablierte Berichterstattung einzelner Fachausschüsse durch ihre Vorsitzenden hat sich bewährt, führte zu einer stärkeren Sichtbarkeit der Ausschussarbeit und verbesserte zugleich den Wissenstransfer in die Mitgliedsunternehmen.
Abschließend stellt der Verbandsrat fest, dass der Verband unter der Leitung des Vorstandes auch im Jahr 2025 mitgliederorientiert, vorausschauend und wirtschaftlich stabil geführt wurde. Besonders hervorzuheben ist die vertiefte Zusammenarbeit der mitteldeutschen Verbände sowie die konsequente wohnungspolitische Interessenvertretung in einer Zeit zunehmender wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen.
Zum Jahresabschluss:
Der Verbandsrat hat im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2025 den Prüfungsbericht eingehend beraten. Dem Verbandstag werden die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2025 zur Beschlussfassung vorgelegt; diese spiegeln die stabile wirtschaftliche Grundlage des Verbandes wider. Die Einnahmesituation erweist sich als konstant, die Liquidität bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die gesetzten Ziele wurden insgesamt erreicht.
Für den Jahresabschluss 2025 wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.
Nach ausführlicher Beratung im Verbandsrat und auf Empfehlung des Prüfungsausschusses wurde festgestellt, dass der Jahresabschluss ordnungsgemäß erstellt wurde und die Geschäftsführung beanstandungsfrei erfolgte.
Der Verbandsrat empfiehlt dem Verbandstag, den Jahresüberschuss in Höhe von 287.806,81 EUR wie folgt zu verwenden: 22.380,91 EUR sollen der Gewinnrücklage und 265.425,90 EUR der Haftungsrücklage zugeführt werden. Zudem wird empfohlen, dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung zu erteilen.
